Puma sind große Lampions, die auf hohen Stangen zum Funken getragen werden. Der eigenartige Name Puma kommt von „Pomeransche", so wurden früher die Orangen genannt. Die ersten Puma hatten
nämlich die Kugelform einer Orange.
Vor rund 180 Jahren entstanden die ersten Puma. Hergestellt wurden sie von Textilarbeitern aus den Metallbändern, mit denen die Baumwollballen zusammengehalten wurden. Das Gestell wurde
mit Papier überzogen und an einer Stange befestigt. Durch eine Kerze im Innern der Puma entstand der Lichteffekt eines großen Lampions.
Später kam die Form der „Kübile" dazu. Allmählich entstanden immer größere Puma – kistenförmige Gebilde aus einem Holzrahmen. Die Seitenwände werden mit Karton bespannt, aus denen
verschiedenste Motive kunstvoll herausgeschnitten werden. Die Aussparungen erhalten einen Hintergrund aus Buntpapier, sodass das Motiv durch die Kerze im Innern farbenfroh erstrahlt.
Die großen Puma haben Seitenflächen bis zu einem Quadratmeter, ein Gewicht bis zu 13 kg und werden daher mit Gurten getragen. Jede Puma hat ihren eigenen Namen. Die 47 Puma waren über
Generationen bei den Familien Sauerwein bzw. Rettenberger in Bürs in Verwahrung. Jedes Jahr müssen circa 80 Stunden für Reparaturen und Erneuerungsarbeiten aufgewendet werden.
Früher wurde um das Pumatragen gestritten. Großen Schuljungen oder Ausgeschulten fiel diese Ehre zu. Heute wird es immer schwieriger genügend geeignete Träger zu finden und dennoch wird der
Brauch Jahr für Jahr durchgeführt.